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Ein '''Zaun''' ist eine . Er trennt zwei Bereiche dauerhaft oder auf Zeit durch eine von Menschen geschaffene . Geschieht dies speziell um Tiere einzuschließen, spricht man auch von Gatter oder .

Ein Zaun besteht gewöhnlich aus Holz, Metall ( oder oder auch biegsamem Draht) oder Kunststoff. Aus Stein oder Beton errichtete Abgrenzungen heißen ; eine Mittelstellung zwischen Zaun und Mauer nimmt die nwand ein. Gelegentlich sind Zäune auch farbig gestrichen, lasiert oder lackiert, moderne Holzzäune meist , Drahtzäune oft kunststoffbeschichtet. Häufig verwendete Holzarten sind , , , oder biegsame ? und billige ? wie und .

Anders als eine Mauer oder ist er jedoch im Prinzip transportabel und begrenzt durchlässig. Von einem Hindernis, einer Barriere oder Absperrung trennt ihn die klar definierte Grenzziehung, wenn auch die Begriffe gelegentlich in Bedeutung verwendet werden.

Etymologie

Das deutsche Wort ''Zaun'' ist verwandt mit dem Wort '''' ?Zaun?, ?Garten?. Es bezeichnete also ursprünglich nicht das Hindernis selbst, sondern das von ihm umschlossene Gebiet. Analog als ''Umzäunung'' und das dadurch geschützte Land stehen das alte deutsche Wort '''', das einen Zaun aus lebendem Material, die '''', wie auch aus bezeichnet, und das Wortfeld '', Gatter'' für den ''Flechtzaun''. Daneben stehen auch das Wortumfeld '''' wie auch die Wurzel ''biunta'' (siehe ).

Verwendung von Zäunen

Zäune haben meist eine Schutzfunktion. Darauf weist die Bezeichnung ?? hin. Manche Zäune haben eher einen dekorativen Charakter, z. B. als bei der Gartengestaltung.

Zäune machen Grundstücke kenntlich, grenzen Gärten ab und zeigen an, in welchem Bereich das gilt. Dies betrifft auch Immobilien von Unternehmen und staatliche Grundstücke. Diese Zäune hindern Unbefugte mehr oder weniger deutlich am Zutritt. Manche Zäune schützen darüber hinaus ein Objekt vor den Blicken Unbefugter. Andere Zäune sollen Menschen hindern, ein Gebiet zu verlassen, z. B. in Gefängnissen oder Lagern. Auch in Landschaftsschutzgebieten werden Zäune eingesetzt.

Zäune für Tiere werden auf und in s benötigt, aber auch entlang von Straßen (Krötenzäune zum , Autobahnzäune zum Abhalten von Wildtieren).

Vorschriften für Zäune

Umzäunungen sind oft mit einer bestimmten Mindesthöhe und einem bestimmten Mindestabstand zum Objekt im Allgemeinen vorgeschrieben. Auch maximale Öffnungen um ein Durchgreifen oder Durchklettern zu verhindern können dabei vorgeschrieben werden.

  • bei offenen Hochspannungsanlagen (en, ). Umspannwerke werden meist mit Metallzäunen umgeben, auf denen sich Stacheldraht befindet. Dieser Metallzaun muss mit der Stationserde verbunden sein, damit keine gefährlichen Spannungen auftreten können. Zur Umzäunung selbststrahlender Sendemasten werden zur Vermeidung von verlusten häufig Holzzäune verwendet. Allerdings müssen mit elektrifizierte Bahnen nicht vollständig eingezäunt sein.
  • bei der Absicherungen von Baustellen als oder Baustellenzaun
  • bei Anlagen mit gefährlichen beweglichen Teilen (zum Beispiel bei en in Vergnügungsparks)
  • bei Sprengstofffabriken und -lagern
  • bei Steinbrüchen
  • bei den meisten Industrieanlagen
  • bei Flugplätzen
  • bei Militärgeländen, wobei Truppenübungsplätze meist nicht komplett eingezäunt sind
  • bei Gefängnissen
  • bei Zoos und Tierparks
  • bei verschiedenen Freizeitaktivitäten (z. B. Paintball)
  • Freiluftareale, für deren Besuch man ein Eintrittsgeld zahlen muss

Die Vorschriften der Gemeinden zur Anlage privater Gartenzäune sind nicht einheitlich.

Geschichte

Die ältesten Zauntypen waren und Staketenzäune, wie sie heute noch bei traditionell gepflegten Bauerngärten gibt. Sie dienten dazu, Tiere aus- bzw. einzusperren.

Seinen Ursprung hat die Sitte, in Siedlungen das ganze Grundstück einzuzäunen, nicht in Deutschland, sondern in England. Ursprünglich wurden die Weiden und der Garten selbst eingezäunt. Andere Kulturen, z. B. in Irland, grenzen ihre Grundstücke aus verschiedenen Gründen mit auf der Ostseeinsel Hiddensee bis heute stolz darauf, auf Umzäunungen ihrer Grundstücke von alters her zu verzichten.

So wie in jeder Landschaft traditionell unterschiedliche Haustypen zu finden sind, so sind weltweit auch unterschiedliche Zaunformen entstanden, die zum Teil das Bild einer Landschaft mitprägen. So spielten Zäune in den Zeiten des ?? der USA eine wichtige Rolle, um die Besitzverhältnisse bei den riesigen Rinderherden abzugrenzen. Es kam um die seit den 1870er Jahren mit versehenen Zäune sogar zu en.

Zauntypen nach Material und Bauweise

Je nach Einsatzgebiet kommt eine andere Art und Größe von Zaun zum Einsatz.

Hauptmaterial Holz

Bohlenzaun

Der nzaun ist ein besonders blickdichter Zaun, bei dem die einzelnen Bohlen bzw. Latten einseitig bzw. beidseitig versetzt angeordnet sind.

Bretterzaun

 werden meistens als Sichtschutz z.�B. bei Baustellen, eingesetzt oder als Schutz vor Sachbesch�digungen. Dabei werden Bretter zwischen den einzelnen Pfosten befestigt.

Flechtzaun

Der aus biegsamen Profilbrettern waage- oder senkrecht verflochtene Flechtzaun gehört zu den ältesten Zaunformen und wirkt sehr natürlich; klassisches Holz ist Weide.

Lattenzaun

Der Lattenzaun besteht aus senkrecht stehenden Latten, welche durch zwei oder drei Querbalken (Riegel) miteinander verbunden sind. An diese Querbalken werden in regelmäßigen Abständen Latten angebracht. Der Querschnitt der Holzlatten ist oft rechteckig, kann aber auch verschiedene andere Formen annehmen, etwa bei Verwendung von Spaltholz oder bearbeiteten Ästen.

Lattenzäune werden auch aus Aluminium hergestellt, siehe .

Hanichlzaun

Eine alte Zaunform, die früher besonders in Bayern üblich war, ist der Hanichlzaun. Er wird aus halbierten und oben zugespitzten Fichten- oder Tannenstämmen hergestellt.

Jägerzaun

Der , auch Scheren- oder Kreuzzaun, wird noch heute in manchen Landstrichen sehr gerne beim Privathausbau angelegt. Besonders häufig trifft man ihn in geschlossenen Siedlungsformationen. Bei diesem etwa 80 cm hohen Zaun sind die oben zugespitzten Latten nebeneinander X-förmig an zwei Querbalken befestigt.

Palisadenzaun

Der Palisadenzaun, auch ''Lanzenzaun'', ist ebenfalls senkrecht ausgerichtet und vor zwei Querbalken befestigt. Die einzelnen Palisaden haben einen runden oder rohrförmigen Querschnitt und sind oben mit Spitzen versehen, was sie besonders für kletternde Kinder äußerst gefährlich und gelegentlich zur tödlichen Falle macht.

Ringzaun

Der Ringzaun, auch Rautenhag oder Bänderzaun, wird ohne Nägel hergestellt. Die Bretter werden mit Ringen aus - oder ästen mit den Pfosten verbunden.

Schrankzaun

Beim Schrankzaun, der mancherorts auch Sarner Bettlzaun, Knüppel-, Schräg-, Schar-, Graggenzaun (Schweiz) und Scheia- oder Schrag(g)azaun (/Österreich) genannt wird, handelt es sich um einen Weidezaun, der vorwiegend in Wald- und Almgebieten errichtet wird.

Dies vor allem deshalb, weil er relativ schnell errichtet und wieder abgetragen werden kann, was besonders in lawinengefährdeten Gebieten von großem Vorteil ist. Beim ?Schrankzaun? werden ca. 1,5 bis 2 m lange Steckenpaare so in den Boden geschlagen, dass sie eine Schere (im Volksmund ?Schar?) bilden, in die dann ca. 1,5 bis 2 m lange, gespaltene Stangen oder Latten eingelegt werden.
In manchen Gegenden werden auch runde Stangenhölzer von bis zu 4 m verwendet. In der Nähe von Wäldern werden als Einlegeholz auch Baumwipfel und Äste verwendet.

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Speltenzaun

Beim geflochtenen Speltenzaun, auch Gerten-, Flecht- oder Staketenzaun, werden die in den Boden gerammten Spelten (senkrechte Zaunhölzer) mit Fichtenästen oder Weidebändern an die von Säulen getragenen Querlatten oder -stangen gebunden. Die Spelten werden aus einem Lärchenstamm herausgespalten und sollten auch nach oben hin etwas zugespitzt werden. Sie können auch aus Brettern oder sein. Die Höhe des Zaunes beträgt 1,50?1,70 m. Jener Teil der Pfosten, der in die Erde geschlagen oder gegraben wird, muss gegen das Faulen angebrannt werden.

Staketenzaun

Der Staketenzaun ist eine ältere Form des . Der Querschnitt der ist rohrförmig oder quadratisch, oben abgeschrägt. Im Gegensatz zum Lattenzaun werden die Staketen jeweils an einem unteren und einem oberen Querbalken befestigt.

Der Staketenzaun aus Kastanienholz (, ''Castanea sativa'') wird seit vielen Jahren in Frankreich und England hergestellt. Als Kastanienzaun, Staketenzaun oder Rollzaun wurde dieser Zaun in den letzten Jahren auch in Deutschland immer bekannter. Die Besonderheit dieses Staketenzaunes ist die Verbindung der einzelnen gespaltenen Staketen mit verzinktem Draht. Durch die Verbindung mit Draht passt der Zaun sich jedem Gelände an. Verwendet wird der Zaun überall da, wo eine natürliche Optik, oder ein langlebiger, pflegeleichter und dadurch preiswerter Zaun gewünscht ist. Geliefert wird der Staketenzaun in Höhen von 50 cm bis 200 cm. Zur Verlegung werden Pfähle in den Boden geschlagen und anschließend der Zaun mit Krampen am Draht befestigt. Der Zaun ist (durch den hohen Gerbsäureanteil der Kastanie) ohne Anstrich länger haltbar als herkömmliche druckimprägnierte Zäune. Die Esskastanie wird alle 10 bis 20 Jahre geschnitten und schlägt dann aus dem Stock neu aus.

Andere Materialien

Aluminium-Lattenzaun

Bei einem aus gleichen die Latten (lackierten) Holzlatten, sie glänzen aber ungleich länger und sind fast unbeschränkt haltbar. Die Aluminiumlatten haben fast immer einen rohrförmigen Querschnitt. Sie werden an die Querbalken (Riegel) geschraubt, geschweißt oder vernietet. Sie sind auch mit Holzdekor pulverbeschichtet herstellbar. Durch besondere Ausführung der Riegel sind die Schraubenköpfe (oder Nietköpfe) mit einer integrierten Leiste abgedeckt und weder von vorne noch von hinten sichtbar.

Die Latten werden meist mit aufgesteckten oder eingesteckten Kappen oben verschlossen. Diese Kappen bestehen aus (Zinklegierung) oder aus Aluminiumguss. Der Vorteil der Zamak-Ausführung liegt bei der genauen Passform, die Herstellung ist aber durch relativ hohe Werkzeugkosten teuer. Aluminiumguss ist zwar billiger, aber meist ungenau und durch Lufteinschlüsse porös. Beim machen diese Poren oft Blasen. Nach dem Trocknen sind diese Fehlerstellen sichtbar. Kappen aus Zamak sind meist ohne Poren, die Beschichtung daher meist ohne Fehlerstellen.

Betonzaun

Betonzäune ? ein System bestehend aus Pfosten (Doppel-T-Trägern) und Platten. Zwischen den einbetonierten Pfosten werden massive oder durchbrochene Betonplatten eingesetzt. Bei Massivplatten fehlt die Transparenz als wesentlichen Charakter eines Zauns. Da im Gegensatz zu einer Mauer hier ein vollständiges Fundament fehlt, und die Massivplatten auch austauschbar sind, ist diese Art der Abgrenzung den Zäunen zuzuordnen. Da sich jedoch Betonmauern schlecht vermarkten lassen, werden die Systeme von Herstellern unter dem Begriff ?Betonzaun? angeboten. Diese Art der ?Zäune? ist sehr robust bietet je nach Zaunart einen Sicht- und Lärmschutz. Die Lebensdauer kann bis zu 30 Jahren und mehr betragen. Man unterscheidet zwischen ein bzw. beidseitigen Mustern. Bei einseitigen Platten besteht die Möglichkeit durch Verwendung von Doppelnutpfosten die Montage Rücken an Rücken auszuführen. Dadurch erreicht man ebenfalls beidseitige Struktur. Die Lebensdauer, weitgehende Pflegefreiheit und Witterungsbeständigkeit dieses Zaunsystems ist anderen Materialien überlegen.

Elektrozaun

Die bekannteste Erscheinungsform des s ist der elektrische Weidezaun. Er besteht aus Drähten oder (zur besseren Sichtbarkeit) farbigen, drahtdurchzogenen Kunststoffbändern, über die in kurzen Abständen Stromimpulse fließen. Diese versetzen Tieren bei Berührung einen unangenehmen, aber nicht gefährlichen . Elektrozäune werden auch zur Abschreckung von n für den empfohlen.

Gittermattenzaun

Ein ''Gittermattenzaun'' oder ''Stabmattenzaun'' wird in seiner einfachsten Form automatisiert aus Rundstäben aus Stahl zusammengeschweißt, die häufig zusätzlich auch noch farbig werden.

Moderne Gittermattenzäune werden meist aus Einstabmatten oder Doppelstabmatten(gittern) gefertigt. Bei Einstabmatten sind jeweils ein waagerechter und ein senkrechter Stahldraht, bei Doppelstabmatten jeweils zwei waagerechte und ein senkrechter Stahldraht miteinander verschweißt. Bei Dreifachstabgittern ergibt sich durch einen zusätzlichen dritten Horizontalstab eine Kabelführung, die i. d. R. zu Detektionszwecken genutzt wird. Gängige Drahtstärken für Gittermattenzäune sind 6/5/6 mm (häufig im Privatbereich zu finden) und 8/6/8mm (vornehmlich im gewerblichen Umfeld zu finden), wobei die erste und letzte Zahl den Durchmesser der waagerechten Stahldrähte in angibt, die mittlere Zahl den Durchmesser der senkrechten Stahldrähte.

Zunehmend werden Stabmatten mit eingeflochtenen Sichtschutzstreifen verwendet, die sich farblich auf den Zaun anpassen lassen und zusätzlich als Windschutz dienen. Mithilfe sogenannter Einfassprofile können verschiedenfarbige Sichtschutzstreifen kombiniert werden.

Maschendrahtzaun

Der Maschendrahtzaun oder auch ''Diagonaldrahtgeflechtzaun'' besteht aus Pfosten und . Die Drähte sind dabei zu Maschen verflochten. In definierten Abständen wird ein Pfosten im Boden verankert und Drähte zwischen diesen Pfosten gespannt. Die Dichte der Drähte richtet sich dabei nach dem Zweck des Zauns. Grobe Maschen halten große Lebewesen auf, feine Maschen auch kleinere.

Schmiedeeiserne Zäune

Zäune aus geschmiedeten Eisenstäben werden in einer großen Formenvielfalt hergestellt und wurden früher insbesondere an repräsentativeren Gebäuden eingesetzt.
Ursprünglich wurden die Stäbe vom einzeln in Handarbeit gefertigt und in horizontal verlaufende Gurte eingesteckt oder mit diesen vernietet.
Heute werden die dekorativ geformten Stäbe industriell vorgeformt und zu einem Gitter verschweißt.

Dekorative mit zwei halbrunden Wulsten an der breiten Seite werden als bzw. Hespenprofil bezeichnet. In einer Breite von 25 bis 40 mm werden sie häufig als waagerecht verlaufende Profile eingesetzt. Feinere Profile, die ohne tragende Funktion zur Abdeckung von Schweißnähten oder ähnlichem verwendet werden, heißen ''Flachbundprofil''.

Zauntypen nach Verwendungszweck

Tiere

Amphibienzaun

Amphibienzäune halten vom lebensgefährlichen Überqueren von Straßen ab (siehe ). Sie werden oft ?Krötenzaun? genannt, obwohl sie nicht nur schützen, sondern auch , und andere Amphibien. Fest installierte Amphibienzäune leiten die Tiere zu einem (?Krötentunnel?) unter der Straße. Temporäre Amphibienzäune werden zur Hauptwanderungszeit installiert, zugleich werden angrenzend Eimer im Boden versenkt. Wenn die Tiere am Zaun entlanggehen, fallen sie in die Eimer. Helfer sammeln sie ein und tragen sie über die Straße.

Fischzaun

Der , auch Fischbuhne, Agge oder Arge (englisch ''fish weir'' oder ''fish trap'' genannt) ist eine weltweit seit dem in Flüssen, Seen und geeigneten Küstengebieten benutzte Vorrichtung zum passiven Fischfang. Vom Massenfang im Umfeld saisonaler Wohnplätze kann in Europa seit dem Mesolithikum ausgegangen werden. Die Anwohner von Flüssen, Küsten und Seen bereicherten ihren Speiseplan nach dem Abzug der großen Herdentiere durch Fisch.

Hundezaun

Hundezäune sorgen dafür, dass Hunde ein Grundstück oder eine andere Fläche nicht verlassen können. Die Höhe richtet sich nach der Größe, der Sprungkraft und dem ?Freiheitsdrang? des Hundes. Als Faustregel gilt, dass der Hundezaun mindestens zwei- bis dreimal so hoch sein sollte wie der Hund. Ein spezieller Hundezaun ist der etwa 5600 km lange in Australien.

Sogenannte ?unsichtbare Hundezäune? sind keine Zäune. Diese Systeme werden so genannt, weil sie die Funktion eines Hundezauns erfüllen. Wenn der Hund einen bestimmten Bereich verlässt, bekommt er einen Stromstoß. In Deutschland sind unsichtbare Hundezäune verboten (§ 3 Nr. 11 ).

Schneckenzaun

 sind eine Ma�nahme, um Schnecken am Eindringen in bestimmte Gebiete zu hindern.

Weidezaun

Der Weidezaun oder Viehzaun wird dort gebraucht, wo man Tiere auf einer einzäunen möchte. Meistens verwendet man für einen Weidezaun Rundpfähle und Halbrundlatten aus oder oder das dauerhafte . Die Höhe des Zaunes für Pferde sollte ca. 150 bis 160 cm sein. Weidezäune sollen nicht nur ein Entlaufen der Weidetiere verhindern, sondern auch, dass die Weidetiere reißen ().

Ein aus ruten geflochtener wird dagegen ''Weidenzaun'' genannt.

Weiserzaun

Ein Weiserzaun, auch ''Weisergatter'' oder ''Kontrollzaun'' genannt, umschließt eine , die es der Forstwissenschaft und -wirtschaft erlaubt, den Einfluss des Wildes (in Mitteleuropa vor allem Reh, z. T. aber auch Rot-, Dam- und Sikahirsch sowie Gämse und Mufflon) auf die Naturverjüngung des Waldes außerhalb dieser Fläche abzuschätzen und die Jagd entsprechend anzupassen. Der Einfluss des Wildes auf die Vegetation dient auch als indirekter Anzeiger für die örtliche Wilddichte.

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Wildzaun

Der Wildzaun, auch ''Wildschutzzaun'' genannt, besteht aus verknoteten Drähten mit rechteckigen Maschen (Knotengeflecht, Knotengitter), die von oben nach unten immer enger werden. Ein Wildzaun kann dem Schutz vor im Wald dienen, er wird dann auch ''Wildgatter'' oder ''Forstgeflecht'' genannt. Andere Wildzäune dienen dem Schutz vor an en (Autobahnzaun) und Bundesstraßen. Der Kosten- und Arbeitsaufwand ist bei Wildzäunen zum Schutz gegen Verbiss geringer als bei Elektrozäunen für Viehherden.

Technik und Sonstiges

Ballfangzaun

Ballfangzäune dienen bei Ballsportarten wie , oder dazu, dass Bälle nicht das Spielfeld oder den Sportplatz verlassen. Ferner dienen sie dem Schutz der Zuschauer. Sie bestehen aus Drahtgeflechten oder Stahlgittern, die an stabilen Pfosten befestigt sind. Außer Ballfangzäunen kommen auch Ballnetze als Ballfänger zum Einsatz.

Bauzaun

Als bezeichnet man die temporäre Umgrenzung, Absperrung oder Absicherung eines beliebigen Ortes. In dem Fall, dass er zur Absicherung einer verwendet wird, gehört er zur . Wurden Bauzäune früher zumeist aus einfachen Brettern oder zusammengenagelt, werden heute vielfach vorgefertigte Zaunfelder aus punktgeschweißtem oder auch großformatige, imprägnierte verwendet.

Um temporäre Absperrzäune leicht aufstellen, bewegen und demontieren zu können, werden die Zaunpfosten oft nicht im Boden verankert, sondern in beschwerten Standfüßen fixiert. Eine einfache Methode ist es, Holzpfosten in alte Autoreifen einzubetonieren. Wenn stattdessen ein kurzes Stück Kunststoff-Abwasserrohr einbetoniert wird, kann der Pfosten mit Keilen im Betonfuß befestigt und später wieder entnommen werden. Bauzaunsysteme verwenden häufig vorgefertigte .

Blendschutzzaun

Ein ist Teil der und dient dazu, die durch entgegenkommende Fahrzeuge im Straßenverkehr zu verringern oder zu verhindern. Eine Blendung kann das Sichtfeld der Fahrzeugführers zum Teil stark einschränken und führt damit zu einer Gefährdung der Verkehrsteilnehmer. Aus diesem Grund wurden bereits in den 1960er Jahren erste Versuche mit Blendschutzzäunen unternommen.

Energiezaun

Ein ist ein oberirdisch senkrecht stehender einer . Er wird in Gestalt eines Flechtzauns aus schwarzen Kunststoffrohren errichtet, die von einem Wärmeträger durchströmt sind.

Fangzaun

Fangzäune können als (zusätzliche) Absturzsicherung dienen, beispielsweise an Felskanten oder an Baugerüsten. Andere Fangzäune schützen Straßen und Gebäude vor . Ferner werden Fangzäune zum Schutz vor en eingesetzt (Schneezaun, Schneefangzaun).

FIA-Zaun

Ein ist ein Absperrelement an n, das dahinter postierte Personen vor Teilen schützen soll, die bei Kollisionen herumfliegen. Normalerweise befindet er sich an beiden Seiten der Rennstrecke, oberhalb der (drei- oder vierfachen) und eventuell vorhandener Energieabsorber, wie Reifenstapel.

Gartenzaun

Der Gartenzaun dient der Abgrenzung eines Gartens eines Grundstückes von den Nachbargründstücken und den Verkehrsbereichen. Neben der räumlichen Trennung bzw. der Zutrittskontrolle ist zudem der visuelle Schutz häufig Zweck eines Gartenzauns. Während früher hier Jäger- und Maschendrahtzäune sehr beliebt waren, haben sich in den letzen Jahren zunehmend Ein- und Doppelstabmattenzäune als die häufigsten Gartenzäune etabliert.

Grenzzaun

Ein Grenzzaun markiert die Grenze eines Gebiets, insbesondere eines s. Grenzzäune an staatlichen Grenzen können mit , n und Bewachung als nahezu unüberwindliche Hindernisse gestaltet sein, z. B. an der ehemaligen zwischen der und der oder aktuell bei den , die israelisches Kerngebiet vom trennen.

Windschutzzaun

Ein (engl. ''blast deflector fence'') ist ein Bauwerk auf , das dazu dient Personen, Fahrzeuge und Gegenstände vor schädlichen Wirkungen des Luftstrahls von Düsentriebluftfahrzeugen (englisch: ''Jet Blast'') oder von Propellertriebwerken (englisch: ''Prop Wash'') zu schützen. Auch werden Schäden am Luftfahrzeug verhindert, die durch die Rückzirkulation des Luftstrahls entstehen könnten.

Längster und kleinster Zaun

Mit etwa 5600 km Länge ist der im Südosten s der längste Zaun der Welt. Zeitweise war er sogar mehr als 8000 km lang. Der in Westaustralien ist mit 3256 km der zweitlängste Zaun.

Ein extrem kleiner ?Zaun? wurde im Jahr 2004 von den Forschern Seth Marder und Joseph Perry mittels eines neuartigen Verfahrens der lang und 50 Mikrometer hoch. Es bestand aus fünf rechteckigen Kettengliedern und zwei Pfosten.

Trivia

Bauzäune oder Zäune an Orten, an denen häufig Personen vorbeikommen, werden gelegentlich als Träger von Werbe- und Informationsplakaten verwendet. Auf den Zäunen, die gefährliche Anlagen, wie Umspannwerke umgeben, findet man oft einschlägige Warnschilder.

In der deutschen Kulturgeschichte wird der Zaun, insbesondere in Gestalt des Gartenzauns, oft gleichgesetzt mit kleinbürgerlicher '' um einen Nachbarschaftsstreit hatte 1999 eine Zeit lang Kultstatus. Andere wiederum sehen vor allem im Gartenzaun ein Symbol für Gemütlichkeit und häusliche Harmonie.

Der Liedermacher widmete der '''' 1996 sein Lied ''Der kleine Zaun''.

Der ?? im gilt als skurrilster und berühmtester Zaun der Welt. Der Zaun mit mittlerweile über 1000 aufgehängten n hat sich zu einer Touristenattraktion entwickelt.

Siehe auch

Literatur

  • Nicole Andries, Majken Rehder: ''Zaunwelten, Zäune und Zeitzeugen ? Geschichten zur Alltagskultur der DDR.'' Jonas, Marburg 2005, ISBN 3-89445-343-5.
  • {{Literatur
   |Autor=, , , , 
   |Titel=Zaun
   |Sammelwerk=
   |Nummer=34
   |Verlag=de Gruyter
   |Ort=Berlin / New York, NY
   |Datum=2007
   |ISBN=978-3-11-018389-4
   |Seiten=446-476}}

  • Martina Rahner, Jörg Schierwagen: ''Zäune Mauern Hecken: Design am Grundstücksrand.'' , München 2011, ISBN 978-3-7667-1878-5.
  • Georg Müller: ''Europas Feldeinfriedungen. Wallhecken (Knicks), Hecken, Feldmauern (Steinwälle), Trockenstrauchhecken, Biegehecken, Flechthecken, Flechtzäune und traditionelle Holzzäune, Trockenstrauchhecken, Biegehecken, Flechthecken, Flechtzäune und traditionelle Holzzäune'' (Originaltitel: ''Europe?s Field Boundaries''). 2 Bände, Neuer Kunstverlag / Neuer Sportverlag, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-944526-14-0.
  • : , Heft 2/2020.

Weblinks

Einzelnachweise